Nachdem ich gestern mal ne Auszeit vom zeitigen Aufstehen bekommen habe, wollten "wir" mal wieder etwas früher raus, diesmal um die Mönche bei ihrer morgendlichen Arbeit zu beobachten. Das heißt, dass diese kurz nach 6 die Hauptstraße entlang laufen und Gaben, vorwiegend Nahrungsmittel, einsammeln. Aber mal ganz ohne Spaß jetzt, ich wollte das natürlich auch sehr gern gesehen haben!
Einen Teil der Spenden behalten sie für sich, den größten Teil aber geben sie unverzüglich an die ärmsten der Bevölkerung weiter. Man muss aber auch sagen, leider ist diese Prozedur auch mehr in den Fokus der Tourist_innen gerückt. Also auch in den unsrigen. Kurz nach halb 6 (früh!) waren auch wir da, noch ziemlich schlaftrunken aber voller Spannung, was da wohl kommen mag. Kurz bevor die Mönche anrückten, kamen noch Vertreter_innen der Touristeninformation und verteilten Flyer, wie man sich richtig zu verhalten hat. Dies ist an dieser Stelle besonders bedeutsam zu erwähnen, weil sich die meisten der Leute einfach nicht dran halten. 1. Du sollst nicht im Weg rumstehen, wenn die Mönche vorbeiziehen. 2. Du sollst ohne Blitz fotografieren. 3. Du sollst nur was spenden, wenn es dir auch wirklich ernst ist... Und die Leute interessierts einfach nicht. Spenden was, um auf den Fotos, die von ihnen und dem Mönch geschossen werden gut auszusehen und halten dabei noch den ganzen Verkehr auf..
Nun ja, das Ganze hinterlässt also irgendwie doch n faden Beigeschmack, auch weil man ja selber Bestandteil der Veranstaltung war.
Da wir zwischen dem allmorgendlichen Mönchritual und unserem nächsten Event noch Zeit hatten,fanden wir es mehr als angemessen, noch ein kleines Nickerchen zu halten und anschließend eins dieser unglaublich leckeren Sandwiches zum Frühstück zu verputzen. Naja, und dann gings los! Elefantenreiten! Natürlich haben wir uns vorher wieder kundig gemacht, welcher Veranstalter sich gut um seine Tiere kümmert und welcher weniger gut. Am Ende haben wir, so unser beider Meinung, eine ganz gute Wahl getroffen. Wir waren bei einer Agentur, die sozusagen arbeitslose Elefanten einstellt. Das hat drei Gründe: 1. Sind die Elefanten aus der Abholzungsindustrie alle in Gefangenschaft aufgewachsen, das heißt, in freier Wildbahn würden sie nicht mehr überleben. 2. Sind sie so in Sicherheit, da überall im Land immer noch zu hunderttausenden Splittergranaten rumliegen, die während des Vietnamkriegs von den Amerikanern abgeworfen wurden und nicht hochgegangen sind. Viele der wild lebenden Elefanten (aber auch genügend Menschen) wurden auch nach Ende des militärischen Konflikts verletzt, verstümmelt oder gar getötet. Und 3. sind Elefanten immer hungrig. Und um diesen zu stillen, futtern sie die Felder der Bauern leer, die das aber gar nicht gern sehen. Also machen sie Jagd auf die Tiere..
Da wir zwischen dem allmorgendlichen Mönchritual und unserem nächsten Event noch Zeit hatten,fanden wir es mehr als angemessen, noch ein kleines Nickerchen zu halten und anschließend eins dieser unglaublich leckeren Sandwiches zum Frühstück zu verputzen. Naja, und dann gings los! Elefantenreiten! Natürlich haben wir uns vorher wieder kundig gemacht, welcher Veranstalter sich gut um seine Tiere kümmert und welcher weniger gut. Am Ende haben wir, so unser beider Meinung, eine ganz gute Wahl getroffen. Wir waren bei einer Agentur, die sozusagen arbeitslose Elefanten einstellt. Das hat drei Gründe: 1. Sind die Elefanten aus der Abholzungsindustrie alle in Gefangenschaft aufgewachsen, das heißt, in freier Wildbahn würden sie nicht mehr überleben. 2. Sind sie so in Sicherheit, da überall im Land immer noch zu hunderttausenden Splittergranaten rumliegen, die während des Vietnamkriegs von den Amerikanern abgeworfen wurden und nicht hochgegangen sind. Viele der wild lebenden Elefanten (aber auch genügend Menschen) wurden auch nach Ende des militärischen Konflikts verletzt, verstümmelt oder gar getötet. Und 3. sind Elefanten immer hungrig. Und um diesen zu stillen, futtern sie die Felder der Bauern leer, die das aber gar nicht gern sehen. Also machen sie Jagd auf die Tiere..
Im Camp gibt es
nur Elefantenkühe, warum, weiß ich jetzt allerdings nicht so genau.
Das jüngste Tier (Maxi) ist 8 Monate, die älteste ist 42 Jahre
(Kham Moun). Alle (bis auf Maxi) wurden (wie gesagt) vor ihrer Zeit im Camp bei der
Abholzung des Regenwaldes eingesetzt.
Und während wir so warteten, kam eine Elefantendame sehr gemächlich die Straße herunter gestapft. Ein wunderbarer Anblick. In aller Ruhe kam sie ins Camp, lieferte die auf ihr sitzenden Tourist_innen ab und gönnte sich erstmal ne ordentliche Fuhre Zuckerrohr.
Bis wir allerdings aufsitzen durften, mussten wir noch ein paar wichtige Vokabeln lernen, die uns als künftige Mahout, = Elefantenreiter_innen, qualifizieren würden. SounSoung: Bein rauf (um dann hochklettern zu können); WunWun (Hinlegen).. und den Rest hab ich schon wieder vergessen. Auf jeden Fall noch die Befehle für vorwärts, rückwärts, links, rechts, 1. Gang, 2. Gang usw. Im Anschluss an die Theoriestunde durften wir, beziehungsweise wer wollte, noch das Aufsteigen an der Elefantenstatue üben, das war uns aber zu albern und unprofessionell. Wenn, dann richtig! Also beobachteten wir eine Elefantin, wie sie gemächlich in unsere Richtung lief, anhielt und sehr geduldig sämtliche Übungen über sich ergehen ließ. Ich denke, wir sollten an dieser Stelle kurz innehalten und Schritt für Schritt darlegen, wie man auf den Rücken des Riesentiers gelangt. Wo möglich und für uns nicht allzu peinlich, werden wir diese Schritte via Fotos veranschaulichen.
- über den Rüssel streicheln und begrüßen (Sabaidee!)
- das Tier seinen Fuß soweit anwinkeln, dass man ihn quasi als Hocker benutzen kann
Keine Sorge, es
ist niemand wieder runter gefallen. Nur hier und da musste unser
Guide der betreffenden Person einen Schubbser am Hintern geben. Dann
wurde die erste eigene Runde auf der Elefantin gedreht. Einmal ums
Carée, dabei versuchen die erlernten Befehle anzuwenden (war
sinnlos, das Tier macht eh was es will) und wieder zurück. Dann
durfte die nächste Person. Nachdem alle dran waren, wurde es
einfacher. Jetzt sollten wir von einer Plattform aus auf den Rücken
unseres bereitgestellten Rüsseltiers klettern. Sehr bequem, hatte
aber was von Kolonialismus. Unsere Elefantin hieß Kham Moun. Man
beachte ihren linken Vorderfuß.
Der ist schwarz gefärbt und das ist ein Andenken an eine Clusterbombe, auf die sie getreten ist. Ihr Glück, hat sie sich als Elefantenkind „nur“ den Vorderfuß verletzt, blieb aber ansonsten unverletzt. Minen und Clusterbomben gibt’s hier und in Kambodscha noch zu hauf. Obwohl Laos während des Vietnamkrieges offiziell neutral war, warfen die amerikanischen Bomber mehrere hunderttausend Bomben über dem Land ab (Laos gilt als das mit nichtexplodierten Bomben verseuchteste Land der Welt), um so Ho Chi Minh und seine Truppen zu vernichten, die wiederum den Dschungel in Vietnam, Laos und Kambodscha nutzten, Truppen und Waffen an die Front zu bringen. Dazu jedoch an anderer Stelle mehr!
Der ist schwarz gefärbt und das ist ein Andenken an eine Clusterbombe, auf die sie getreten ist. Ihr Glück, hat sie sich als Elefantenkind „nur“ den Vorderfuß verletzt, blieb aber ansonsten unverletzt. Minen und Clusterbomben gibt’s hier und in Kambodscha noch zu hauf. Obwohl Laos während des Vietnamkrieges offiziell neutral war, warfen die amerikanischen Bomber mehrere hunderttausend Bomben über dem Land ab (Laos gilt als das mit nichtexplodierten Bomben verseuchteste Land der Welt), um so Ho Chi Minh und seine Truppen zu vernichten, die wiederum den Dschungel in Vietnam, Laos und Kambodscha nutzten, Truppen und Waffen an die Front zu bringen. Dazu jedoch an anderer Stelle mehr!
Auf dem Rücken,
im Körbchen sitzend, drehten wir eine schöne Runde durch das
Gelände. Zuerst gings ganz ordentlich bergab. Dabei konnten wir
feststellen, dass unser 42 jähriges Fortbewegungsmittel seinen
eigenen Dickschädel behalten hat. Sie blieb stehen, futterte
Zuckerrohr kratzte ihren Hintern am Felsen, blieb wieder stehen lief
zwei Schritte.. Als nächstes sollte sie durch den Fluß im Gelände
laufen. Tat sie auch, aber auch das war immer mal wieder viel zu
schön, um einfach weiterzulaufen. So blieb sie stehen, entleerte
alle wichtigen Ausscheidungsorgane, trank nen Schluck und guckte, wo
die Kolleschinnen blieben.
Zwischendrin verabschiedet sich unser Elefantenreiter und überließ Suse die Zügel. Er fotografierte von unten aus das Geschehen. Ich blieb in meinem Kollonialistensitz sitzen. Als wir dann zurück kamen, gabs für die Tiere Belohnungen und wir durften sie mit Bananen füttern. Dann wurden wir gefüttert. Und dann kam der aufregendste Teil, baden gehen mit den Elefantinnen.
Also alle wieder auf jeweils eine Elefantin und dann ab zum Fluss. Ohne mich wirklich auszukennen, möchte ich behaupten, dass die Tiere die Wäsche und das Planschen wirklich sehr genossen haben. Eine schlug immer wieder mit dem Rüssel ins Wasser, ständig wurde trompetet und die grauen Riesen spritzten alles und jeden nass. In der Zwischenzeit versuchten wir, so gut es ging, im Fluss neben unserer Elefantin stehend, auf dem Rücken sitzen bleibend, mit ner Bürste unser zugewiesenes Waschobjekt zu reinigen. Ach, war das scheene! Als dann alle wieder sauber und nass waren, gings zurück ins Camp. Dort verabschiedeten wir uns von den großen Tieren und besuchten den Nachwuchs. Maxi und seine Mutter werden gemeinsam in einem doch recht kleinen Käfig gefangen gehalten. Das aber aus 2 Gründen. Erstens ist die Mutter sehr eifersüchtig. Wenn sich alle Tourist_innen nur auf ihr Kind stürzen, bleibt weniger Aufmerksamkeit für sie. Und das wird ihr schnell zu viel. Bevor wir unsere Tour antraten, versuchte Maxi wohl (in der Hoffnung auf Bananen) einem Touristen hinterher zu rennen (das war dann noch zu der Zeit, als beide Tiere mehr Auslauf hatten. Das brachte seine Mutter richtig in Fahrt: Alle Touris versuchten sich irgendwie zu retten, die meisten auf die nächstgelegene Plattform, außer Reichweite, zwei rannten allerdings wohl in den Dschungel.. So erzählte es unser Guide. Und 2. werden Mutter und Kind am Nachmittag wieder in einen größeren Bereich entlassen, sozusagen nach Feierabend.
Zwischendrin verabschiedet sich unser Elefantenreiter und überließ Suse die Zügel. Er fotografierte von unten aus das Geschehen. Ich blieb in meinem Kollonialistensitz sitzen. Als wir dann zurück kamen, gabs für die Tiere Belohnungen und wir durften sie mit Bananen füttern. Dann wurden wir gefüttert. Und dann kam der aufregendste Teil, baden gehen mit den Elefantinnen.
Also alle wieder auf jeweils eine Elefantin und dann ab zum Fluss. Ohne mich wirklich auszukennen, möchte ich behaupten, dass die Tiere die Wäsche und das Planschen wirklich sehr genossen haben. Eine schlug immer wieder mit dem Rüssel ins Wasser, ständig wurde trompetet und die grauen Riesen spritzten alles und jeden nass. In der Zwischenzeit versuchten wir, so gut es ging, im Fluss neben unserer Elefantin stehend, auf dem Rücken sitzen bleibend, mit ner Bürste unser zugewiesenes Waschobjekt zu reinigen. Ach, war das scheene! Als dann alle wieder sauber und nass waren, gings zurück ins Camp. Dort verabschiedeten wir uns von den großen Tieren und besuchten den Nachwuchs. Maxi und seine Mutter werden gemeinsam in einem doch recht kleinen Käfig gefangen gehalten. Das aber aus 2 Gründen. Erstens ist die Mutter sehr eifersüchtig. Wenn sich alle Tourist_innen nur auf ihr Kind stürzen, bleibt weniger Aufmerksamkeit für sie. Und das wird ihr schnell zu viel. Bevor wir unsere Tour antraten, versuchte Maxi wohl (in der Hoffnung auf Bananen) einem Touristen hinterher zu rennen (das war dann noch zu der Zeit, als beide Tiere mehr Auslauf hatten. Das brachte seine Mutter richtig in Fahrt: Alle Touris versuchten sich irgendwie zu retten, die meisten auf die nächstgelegene Plattform, außer Reichweite, zwei rannten allerdings wohl in den Dschungel.. So erzählte es unser Guide. Und 2. werden Mutter und Kind am Nachmittag wieder in einen größeren Bereich entlassen, sozusagen nach Feierabend.
Auch dieser Besuch musste irgendwann zu Ende gehen, auch wenns noch so niedlich war. Zu guter letzt stand noch ein erfrischendes Bad in einem kleinen Wasserfall an. Danach gings dann zurück nach Luang Prabang.
Bevor wir den Abend und unseren Aufenthalt in dieser wunderschönen Stadt mit Teilen unserer Leidens- respektive Reisegenoss_innen ausklingen ließen, genossen wir einen wirklich schönen Sonnenuntergang, nicht so wie aufm Berg, umgeben von Profifotograf_innen, sondern am Strand des Mekong.
Da wir mit zweien der anwesenden Mädels neben dem Bus-Trauma auch die Erfahrungen des Elefantenreitens teilten, hatten wir also ne janze Menge zu besprechen. Zu 6. haben wir dann noch eine der schönsten Bars im Ort besucht und uns dann herzlich voneinander verabschiedet. Die Gemeinschaft löst sich auf...
Da wir mit zweien der anwesenden Mädels neben dem Bus-Trauma auch die Erfahrungen des Elefantenreitens teilten, hatten wir also ne janze Menge zu besprechen. Zu 6. haben wir dann noch eine der schönsten Bars im Ort besucht und uns dann herzlich voneinander verabschiedet. Die Gemeinschaft löst sich auf...
17.02. Luang Prabang –
Vang Vieng
Heute mussten
wir, schweren Herzens, Luang Prabang verlassen und weiterziehen.
Endlich mal wieder Busfahren! 7 Stunden! Yeah! Bis nach Vang Vieng,
der ehemaligen Partyhochburg. Früher war dort echt die Hölle los.
Besoffene Backpacker, die auf die Straße kotzten, halb nackt durch
den Ort rennen und somit sämtliche kulturelle Benimmregeln
vernachlässigten. Das hat sich aber geändert (bereits vor uns, wir
sind da nicht dran Schuld!). An der Busfahrt war diesmal nur
spannend, das nach der ersten Rast der Motor nicht mehr anspringen
wollte. Aber das ist wohl eher normal, für laotische Verhältnisse.
Mit n bissl Anschiebhilfe war das alles kein Problem mehr. Am späten
Nachmittag erreichten wir die Partystadt, oder das, was von ihr noch
übrig ist und suchten uns ein Guesthouse. Mehr kann ich zum heutigen Tag
wirklich kaum schreiben, muss ja aber auch nicht immer soviel sein,
wie am Vortag.
18.02 Vang Vieng - der letzte Tag, an dem meine Mütze auf Fotos zu sehen ist :-(
Wie ruhig eine Partymeile sein kann. Selbst ohne Ohropax konnten wir bestens durchschlafen. Kein Lärm, kein Kotzen, super! Tiefenentspannt sah der Plan vor, erst einen schönen Maulbeerblatt-Pancake zum Frühstück zu schnabbulieren und dann mit dem Fahrrad ein paar der Höhlen zu besuchen, für die Vang Vieng berühmt ist. Kleines Wissensquiz am Rande, aus welchem Film stammt folgendes Zitat: "Kaugummi?".. "Was fürn Geschmack?" ... "Maulbeerblatt" ... "Ich hasse Maulbeerblatt!" Antworten bitte an esgibtnüscht@zugewinnen.de
Das Lokal, welches sich zum einen darauf spezialisierte ökologisch zu sein und diese Frucht in ihre Pancakes zu rühren existierte aber nich mehr. Scheinbar gibt es wirklich nicht viele Maulbeerblattliebhaber_innen. Das hielt uns aber nur bedingt auf. Letztlich ging es spät, aber los.
In der Höhle gabs dann einen buddhistischen Altar und den zweiten Fußabdruck Buddhas zu bestaunen.
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18.02 Vang Vieng - der letzte Tag, an dem meine Mütze auf Fotos zu sehen ist :-(
Wie ruhig eine Partymeile sein kann. Selbst ohne Ohropax konnten wir bestens durchschlafen. Kein Lärm, kein Kotzen, super! Tiefenentspannt sah der Plan vor, erst einen schönen Maulbeerblatt-Pancake zum Frühstück zu schnabbulieren und dann mit dem Fahrrad ein paar der Höhlen zu besuchen, für die Vang Vieng berühmt ist. Kleines Wissensquiz am Rande, aus welchem Film stammt folgendes Zitat: "Kaugummi?".. "Was fürn Geschmack?" ... "Maulbeerblatt" ... "Ich hasse Maulbeerblatt!" Antworten bitte an esgibtnüscht@zugewinnen.de
Das Lokal, welches sich zum einen darauf spezialisierte ökologisch zu sein und diese Frucht in ihre Pancakes zu rühren existierte aber nich mehr. Scheinbar gibt es wirklich nicht viele Maulbeerblattliebhaber_innen. Das hielt uns aber nur bedingt auf. Letztlich ging es spät, aber los.
Und irgendwann überkam mich der Gedanke: Wo ist eigentlich meine Mütze hin?? Eben war sie doch noch im Fahrradkorb und nu? Weg war sie. Schöner Mist, wobei die Dramatik jetzt vielleicht für die Daheimgebliebenen nicht besonders greifbar sein wird. Gibt ja wohl auch dramatischeres, als den Verlust einer Kopfbedeckung. Ich wollte es dennoch mal angemerkt haben!
Auf dem Rückweg kamen wir noch an der Fam vorbei, die sich vormals für die Pancakes mit den ominösen Maulbeeren verantwortlich zeichnete. Pfannkuchen haben wir dort zwar nicht gegessen, aber nen Saft aus gleichnamigen Früchten genossen (merkwürdige Mischung aus scharfer, süßer und saurer Geschmacksrichtung), der Backpacker-gilde beim Tubbing zugeguckt (riesiger Traktorreifen dient als Wasserfortbewegungsmittel und ist eigentlich das Warzeichen VangViengs) und dem WWF n bissl beim Teambuilding über die Schultern geschaut.
An dieser Stelle möchte ich hervorheben, dass heute wieder ein besonders heißer Tag war. Dies tue ich aus zwei Gründen: 1. reibe ich es gern den Daheimgeblieben unter die Nase (35°C hört sich immer noch besser an als die ca. 12°C in Deutschland) und 2. leitet es zu unserer nächsten Tagesaufgabe hin, der Suche nach einer Möglichkeit sich etwas abzukühlen. Der ursprüngliche Plan sah vor, dies in einem Natur-Pool zu suchen, da aber die Strecke dorthin sehr lang und über sehr unwegsames Gelände führte, wir beim Erreichen desselben gleich wieder hätten umkehren müssen, um die Fahrräder rechtzeitig abzgeben, kehrten wir halt wieder um und gingen ins nächstbeste Hotel und kauften eine Eintrittskarte zum Pool.
Etwas auf Normaltemperatur runtergekühlt gingen wir in eine dieser Bars, von denen unser Reiseführer schreibt (2009), dass dort immer die Serie Friends läuft. Ich meine, der LP ist 4 Jahre alt, die Serie war auch zu der Zeit schon n alter Hut und trotzdem läuft das dort immer noch! Wie geduldig oder gleichgültig können Menschen sein, Tag ein, Tag aus von früh bis spät immer die selbe Fernsehsendung zu gucken?? Selbst wenn das in ner Sprache ist, die ich nicht kenne, das nervt doch trotzdem irgendwann!? Wir haben uns dann zu How I met your mother gesetzt und den Abend mit Fernsehen ausklingen lassen.
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